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03.03.2026 - Pflege braucht eigene Selbstverwaltung – Landesregierungen müssen handeln
Ausgrenzung der Pflegeprofession ist ein Risiko für die Bevölkerung
Deutschland setzt im Gesundheitswesen auf Selbstverwaltungsstrukturen, schließt jedoch die Profession Pflege aus. Das ist ein struktureller Fehler, der die Versorgungssicherheit und den Bevölkerungsschutz gefährdet. Die Folge sind fragmentierte Zuständigkeiten, fehlende Verbindlichkeit und eine geschwächte Rolle des Heilberufs Pflege im System – mit spürbar negativen Auswirkungen für die Bevölkerung. Diese strukturelle Leerstelle besteht seit Jahrzehnten und muss korrigiert werden.
Während andere Professionen ihre Expertise über eigene Selbstverwaltungsstrukturen systematisch in Entscheidungen einbringen, bleibt die Pflege als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen bis heute außen vor. Das schwächt nicht nur die Profession, sondern das gesamte Versorgungssystem. International ist die berufliche Selbstverwaltung der Pflege dagegen seit Jahrzehnten etabliert – verbunden mit klarer Eigenverantwortung und hoher Anerkennung. Diese strukturelle Zurücksetzung der Pflege hierzulande ist sachlich nicht zu begründen und nicht länger hinnehmbar.
Vor den Landtagswahlen und neuen Regierungsbildungen richtet der Deutsche Pflegerat gemeinsam mit den Landespflegeräten eine klare Forderung an die Länder: Wer das System der gemeinsamen Verantwortung im Gesundheitswesen ernst nimmt, muss der Pflege eine eigene, verbindliche Struktur geben und bestehende Selbstverwaltungsstrukturen unterstützen.
„Die Profession Pflege braucht eine eigene berufsständische Selbstverwaltung, um im System wirksam vertreten zu sein. Nur so kann pflegefachliches Wissen dort einfließen, wo über Versorgung, Strukturen und Qualität entschieden wird. Das ist entscheidend für eine gute Gesundheitsversorgung“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats.
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